Das Programm. Das Ziel. Früherkennung
Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa 80 Prozent der betroffenen Frauen sind zum Zeitpunkt der Erkrankung über 50 Jahre alt. Darum wendet sich das Mammographie-Screening-Programm Hamburg gezielt an alle Hamburgerinnen zwischen 50 und 69 Jahren. Denn die Mammographie bietet die beste Möglichkeit einer Früherkennung; und nur eine möglichst frühzeitige Erkennung verbessert die Heilungschancen erheblich.
Was ist eigentlich eine Mammographie?
Bei einer Mammographie wird die Brust geröntgt: Sie wird zwischen zwei Kunststoffplatten gelegt, kurz (und behutsam) zusammengedrückt und durchleuchtet. Die Mammographie kann Veränderungen im Brustgewebe sichtbar machen, bevor sie tastbar sind oder durch andere äußerliche Zeichen auffallen. Daher eignet sich diese Methode sehr gut zur Früherkennung von Brustkrebs.
Und was bedeutet Mammographie-Screening?
Screening (englisch) bedeutet, dass allen Frauen einer bestimmten Altersgruppe (Frauen zwischen 50 bis 69 Jahren) eine bestimmte Untersuchung (digitale Röntgenaufnahme der Brust) angeboten wird.
Mammographie-Screening bezeichnet ein Programm zur qualitätsgesicherten Früherkennung von Brustkrebs mittels der digitalen Mammographie. Dieses Programm wird auf Grundlage neuer gesetzlicher Bestimmungen in Deutschland flächendeckend eingeführt und richtet sich an alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.
Internationale Studien haben gezeigt, dass die Teilnahme am Mammographie-Screening die Sterblichkeitsrate an Brustkrebs bei Frauen dieser Altergruppe deutlich senken kann.
Wie bekomme ich meinen Termin?
Wenn Sie zu den anspruchsberechtigten Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren gehören, erhalten Sie alle 2 Jahre eine persönliche Einladung zur Teilnahme am Mammographie-Screening mit Terminvorschlag.
Die Einladung erhalten Sie aus datenschutzrechtlichen Gründen von der so genannten „Zentralen Stelle“, die wiederum die Daten vom Einwohnermeldeamt bekommt. Mit der Einladung wird an Sie eine Broschüre verschickt, die Ihnen nähere Informationen zum Programm und zum Untersuchungsablauf gibt, sowie ein Fragebogen, den Sie möglichst schon zuhause ausgefüllt zur Untersuchung mitbringen. Der Fragebogen dient unter anderen dem Erfassen Ihrer persönlichen Daten und möglicher Vorerkrankungen.
Sollten Sie die ersten vorgeschlagenen Termin nicht warnehmen können, haben Sie die Möglichkeit telefonisch den Termin zu verschieben. Sie erhalten, wenn Sie den ersten Termin verpasst haben, eine zweite schriftliche Erinnerungs-Einladung, 6 Wochen nach Ihrer ersten Einladung.
Muss ich die Untersuchung bezahlen?
Die entstehenden Kosten werden von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen; eine Praxisgebühr wird nicht erhoben.
Wenn Sie privat versichert sind, wenden Sie sich bitte vorab an Ihre Krankenversicherung und fragen nach der Kostenübernahme.